BUND begrüßt Vorreiterrolle Mörlenbachs in Sachen Flächenschutz

Baulückenerfassung und -nutzung sind Schritte in die richtige Richtung

Der BUND-Kreisverband Bergstraße begrüßt ausdrücklich die Absicht der Gemeinde Mörlenbach, die eine systematische Erfassung von Baulücken auf den Weg gebracht hat, um sie einer Nutzung zuzuführen. BUND-Kreisvorstandssprecher Herwig Winter:  „Das ist der einzig verantwortungsbewusste Umgang mit der endlichen Ressource Fläche. Wir können es uns nicht leisten, immer weiter Äcker und Wiesen zu betonieren, denn damit zerstören wir unsere eigene Lebensgrundlage.“
Da auch der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Bergstraße Dr. Matthias Zürker diesen Vorstoß der Gemeinde Mörlenbach unterstützt, erwartet der BUND genau das gleiche Vorgehen bei der künftigen Entwicklung von Gewerbeflächen. Auch bei der Gewerbeentwicklung kann nach Auffassung des BUND der zukunftsfähige Weg nur darin bestehen, Leerstände und Gewerbebrachen einer Nutzung zuzuführen.
Die Auffassung von Dr. Zürker, Mörlenbach würde durch den Bau der B 38 a an Attraktivität als Wohnstandort gewinnen, teilt der BUND allerdings nicht. Herwig Winter: „Wer möchte schon in eine Gemeinde ziehen, die trotz vorhandener Alternative ihre schöne Landschaft durch gigantische Brückenbauwerke, Dammschüttungen und kraterartige Landschaftseinschnitte zerstören lässt?“ Von der Umgehungsstraße werden eher die Gemeinden Rimbach und Fürth profitieren, denen derartige Landschaftszerstörungen zumindest vorerst erspart bleiben. Die Gemeinden Rimbach und Fürth sind deshalb nach Ansicht des BUND auch gut beraten, wenn sie sich keinen weiteren Wettstreit darum leisten, wer das hässlichste Gewerbegebiet zu entwickeln in der Lage ist. Herwig Winter: „Derzeit ist schwer zu sagen, ob in diesem zweifelhaften Wettstreit Zotzenbach oder Lörzenbach die Nase vorne hat.“

V.i.S.d.P.:
Herwig Winter, BUND-Kreisvorstandssprecher
Jungviehweide 23
69509 Mörlenbach
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