LIFESTYLE

Bodenmacher Nummer eins

© Mannheimer Morgen, Samstag, 15.02.2020 © Getty Images/iStockphoto

Bild: Istock

Mit Regen hat der Regenwurm gar nichts zu tun. Zwar wird er durch die Vibration der Regentropfen aus der Erde an die Oberfläche gelockt. Sein Name stammt aber vielmehr von seinem Verhalten ab: Er frisst und arbeitet fast ununterbrochen, weshalb er früher auch „reger Wurm“ genannt wurde. Mit seiner Arbeit leistet er einen unschätzbaren Dienst. Durch sein stetiges Graben lockert der Regenwurm den Boden auf und belüftet ihn, erhöht die Wasserspeicherkapazität und schützt so vor Überschwemmungen, schichtet Nährstoffe um und liefert besseren Dünger als so mancher Kompost. Erst wenn Blätter und Pflanzenreste zersetzt sind, werden sie zur Nahrung für den Wurm – zusammen mit viel Erde. Im Darm wird alles mit Bakterien vermischt, und das Ergebnis – der Kot – ist: noch bessere Erde. Der Regenwurm hält somit den Boden gesund und sorgt dafür, dass Pflanzen gedeihen können. Grund genug, den kleinen Bodenmacher zu feiern, und das nicht nur am heutigen Tag des Regenwurms. „Den“ Regenwurm gibt es allerdings gar nicht: Allein in Deutschland kommen 46 Arten vor, weltweit sogar mehr als 3000. Auch wenn das wirbellose Tier blind, taub und stumm ist, gehört es doch zu den stärksten der Welt. Ein Regenwurm kann das 50- bis 60-Fache seines eigenen Körpergewichts stemmen. 

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