Das Bündnis für Bodenschutz ist ein Zusammenschluss zahlreicher Bürgerinitiativen, Organisationen und Einzelpersonen, um weiteren Flächenverbrauch und Zerstörung von Landschaft durch Gewerbe- Neubaugebiete oder Verkehrsflächen zu verhindern. In unseren jeweils lokal und regional ausgerichteten Kampagnen ist deutlich geworden, dass die Betroffenheit an vielen Stellen der Republik existiert.

Die Zerstörung von Boden wird in den Kommunen entschieden und findet lokal statt, hat aber regionale bis globale Bedeutung, denn die Summe der versiegelten Flächen wird zur Bedrohung unserer Lebensgrundlagen. Der Sommer 2018 hat uns gezeigt, wie empfindlich das ökologische System ist. Vor dem Hintergrund des Klimawandels verbietet es sich, Böden und Vegetation, die CO2-Speicher sind, zu zerstören. “Bodenschutz ist aktiver Klimaschutz, in ihm ist zweimal mehr Kohlenstoff als in der Luft gespeichert.”, so das Bundeslandwirtschaftsministerium (Pressemitteilung Nr. 198 vom 5.12.2018). Sowohl Bundesregierung als auch Landesregierungen, Kreise und Gemeinden fordern zu Boden- und Klimaschutz auf, nehmen wir sie beim Wort!

Wir haben uns daher entschieden, zusammen zu arbeiten, um gemeinsam NEIN zu sagen: NEIN zu weiterer Bodenversiegelung und Bodenzerstörung! Ein “Weiter so…“ beim Flächenverbrauch hätte für uns alle fatale Folgen.

Böden sichern unsere Ernährung
Böden sind vielfältige Lebensräume
Böden sind Wasserspeicher
Böden filtern Verunreinigungen
Böden beeinflussen das Klima

(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/themen/boden-landwirtschaft/kleine-bodenkunde/bodenfunktionen“)

Unsere Böden sind das Ergebnis einer jahrhunderte- bis Jahrtausende langen Entwicklung verschiedener Aufbau-, Abbau- und Umbauprozesse. Sie gehören zu den komplexesten Ökosystemen überhaupt und sind das Fundament und die zentrale Ressource für alles Leben – unsere wichtigste Ernährungsgrundlage. Leider ist diese Ernährungsgrundlage übernutzt und knapp. Und: sie wird jeden Tag weniger, sowohl in der Stadt als auch auf dem Lande.

In Deutschland werden täglich über 60 ha Fläche verbraucht ( Quelle: Umweltbundesamt). Häufig fallen den Baumaßnahmen fruchtbarste Böden zum Opfer, weil sie eben sind, gut erreichbar und ohne Altlasten, was den Investoren entgegen kommt. Doch ist der Boden einmal bebaut, zubetoniert oder asphaltiert, ist er unwiederbringlich zerstört. Die Forderung, den Flächenverbrauch in Zukunft auf Netto-Null zu reduzieren ist seit mehreren Jahren aufgestellt – der Flächenverbrauch wurde nicht einmal auf 30 ha täglich reduziert.

Wenn wir weiter landwirtschaftliche Flächen für Bebauungen zweckentfremden, ist das Bestreben regional, saisonal und ökologisch einzukaufen, nicht mehr umsetzbar. Aufgrund fehlender Flächen wird es immer weniger regionale Landwirtschaft geben.